schmerzarie

Foto: Christian Wolz

Thema dieser Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Schmerz.

In diesem Stück werden Schmerzursprung, Schmerz, Schmerzschrei, Schmerzlösung
und ein daraus resultierender Aufbruch in 5 Sequenzen dargestellt.

Die menschliche Stimme als sensitive Membran dient hier als das direkteste emotionale
Ausdrucksmittel. Vokalkunst kombiniert mit elektroakustischen Mitteln wird zu einem neuartigen Kommunikationsmittel avantgardistischer Kunst entwickelt. Es entsteht ein großer
Assoziationsraum, in dem eine intensivere Art der Kommunikation möglich ist: als tiefe,
emotionale und ursprüngliche Erfahrung, so tief, emotional und ursprünglich wie der Schmerz selbst.

Wir können Schmerz nicht erklären, wir können nur einzelne Symptome beschreiben, die
Schmerz ausmachen. Was ist Schmerz ? Jeder weiß es, hat es erfahren, kann das "Gefühl,
wie es ist, Schmerzen zu haben" nachempfinden. Doch eine klare Definition, eine
Beschreibung in Worten, ist schier unmöglich.

Kopfschmerzen, Herzschmerzen, Trennungsschmerzen - Schmerz hat viele Namen, viele
Facetten, physische und psychische. Doch der Schmerz, von dem in dieser Arbeit die Rede
sein soll, ist der Urschmerz - ein archaisches, archetypisches Gefühl. Sein Wesenskern kann
nur emotional erfaßt werden, also auch nur über emotionale künstlerische
Darstellungsformen.

schmerzarie ist eine musikalische und fotografische Komposition in 7 Sequenzen, die am
10. September 1997 im Theater am Halleschen Ufer, Berlin uraufgeführt wurde.

Intro
To1 Schmerz-Ursprung
To2 Der Schmerz
To3 Schmerz-Schrei
To4-A Schmerz-Lösung
To4-B Aufbruch
Abschluß


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