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Christian Wolz hat sieben schwule positive Männer in Berlin zu ihrem Positivsein und dem alltäglichen Umgang damit interviewt. Diese Interviews bilden die Basis für das musikalische Grundkonzept und für den Inhalt des Werkes. Die Arbeit besteht aus zwei maßgeblichen Bestandteilen: zum einen die O-Töne der Protagonisten, zum anderen die Stimme des Vokalkünstlers Christian Wolz, der sich seit Ende der achtziger Jahre intensiv mit dem Thema Hiv und Aids auseinandersetzt. Die Einflechtung der Originalstimmen der Betroffenen ist unerlässlich, um die Authentizität beizubehalten. Als unmittelbarstes Instrument der Kommunikation zwischen Alltag und Kunst fungiert die menschliche Stimme. Andere Sounds und Instrumente, originale, sowie gesamplete und Teile aus der Avantgardeoper "COR" wurden bearbeitet und zu neuen musikalischen Strukturen verarbeitet, bis das komplette Stück mit seinen verschiedenen Sequenzen entstand. In "COR" hat Wolz vor sieben Jahren schon einmal Interviews mit Positiven geführt, die damals in veränderter Form sprachlich von einem Schauspieler wiedergegeben wurden. In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Leben mit Aids drastisch verändert. Auch der Künstler hat sich in dieser Zeit weiterentwickelt und in seiner Auseinandersetzung mit dem Thema neue Erkenntnisse erhalten. Diese Veränderungen haben ihn zu einer neuen Bearbeitung der Thematik veranlasst. Dabei geht es Wolz nicht um eine Dramatisierung der Aidsproblematik, sondern um die künstlerische Darstellung des aktuellen Lebens mit Aids schwuler Männer in der Großstadt Berlin. Das gesammelte Material dient nicht der Dokumentation des Alltags der Betroffenen. Vielmehr soll ein bestimmtes Lebensgefühl der Protagonisten im "Hier und Jetzt" durch die künstlerische Arbeit vermittelt werden. Positivsein bedeutet für viele positive Männer auch bewusst positiv zu leben. |
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eine musikalische Live-Performance für einen Vokalkünstler, Mikrofone und Tape |
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Uraufführung 29. Mai 2002 20.00 Uhr Theater am Halleschen Ufer, Berlin |
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| Im Mai/Juni 2002 fand im Theater am Halleschen Ufer, Berlin eine Projektwoche unter dem Titel "AIDS.2002" statt, in diesem Rahmen wurde die Live-Performance "HIV+2" uraufgeführt Christian Wolz ist Mitinitiator dieses Projekts. |
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Idee + Konzept Regie Komposition Musik [Backingtapes] Keyboards, Samples Sounds U-Bahn [Zoo Berlin] Ausschnitte eines Livemitschnittes [Aids-Kongress-2001 / Zurück in die Zukunft-Leben mit AIDS (Vortrag:Exner-Freisfeld H)] Monitor / Tür- + Flurgeräusche [Station C-AVK 1994] Ausschnitte aus COR (Avantgardeoper Christian Wolz 1994): 1. Positivum III / Vollbild 2. Positivum I / Collazerose Sprecher: Thomas Vogt Spielende Kinder [Schloßpark Berlin-Charlottenburg 2001] Metallplatte [1995] Daten Sprecher: Jens Tippenhauer E-Piano - Internetsounds Soundmodule Percussion [2001] Chor Vocals Elektroakustik Vokalkunst live Kostüm Bühnenkonzept [Fotografie] Christian Wolz Interviews: Christian Wolz Interviewpartner: WR, RS, PB, M1, M2, ML, AB [Berlin Juni-August 2001] Aufnahmen: August 2001 Januar 2002 diabolmusic Berlin Tonregie Studio Simone Bell Tonregie live El Conde Lichtdesign Rainer Grönhagen Kostüm Stephan Bolz |
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| WR, RS, PB, M1, M2, ML, AB, Simone Bell, Antje Grabenhorst, Melinda Kumbalek, EL Conde, Rainer Grönhagen, Stephan Bolz, Viola Matthies, Patryk Struzinsky, Theater am Halleschen Ufer, Berlin, Kulturring in Berlin e.V., Andrea Kunz + Martin Loeper (AVK-Berlin) | ||||||||||
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